TSG 1861 Taucha – SV Lok Leipzig Mitte | 28:29 (13:15)
Nichts für schwache Nerven! Am vergangenen Samstagnachmittag lieferten wir uns einen packenden Schlagabtausch bei der TSG 1861 Taucha. In einer Partie, die an Dramatik kaum zu überbieten war, behielten wir am Ende mit 28:29 die Oberhand und feierten einen emotionalen Auswärtssieg, der erst in der allerletzten Sekunde entschieden wurde.
Dabei sah es zu Beginn alles andere als nach einem Erfolgserlebnis aus. Die Gastgeberinnen erwischten den deutlich besseren Start und überrumpelten unsere Abwehr förmlich. Nach zehn Minuten prangte ein deutlicher 5:1-Rückstand auf der Anzeigetafel. Unser Trainergespann reagierte prompt mit einer frühen Auszeit, um die Deckung neu zu ordnen und Ruhe ins Angriffsspiel zu bringen.
Die Ansage fruchtete: Wir bissen uns in die Partie! Mit einer deutlich stabileren Defensive und mehr Zug zum Tor kämpften wir uns Tor um Tor heran. In der 18. Minute gelang uns der Ausgleich zum 8:8, und kurz vor der Pause drehten wir das Spiel endgültig zur knappen 13:15-Halbzeitführung.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es eine enge Kiste. Wir konnten den Vorsprung zunächst auf vier Tore ausbauen, verpassten es aber, den Sack frühzeitig zuzumachen – auch weil einige Großchancen und Siebenmeter in dieser Phase ungenutzt blieben. Taucha gab sich nicht auf, nutzte unsere Schwächephase und glich zehn Minuten vor dem Ende zum 24:24 aus.
Die Schlussphase war dann purer Nervenkitzel: Die Führung wechselte ständig hin und her. Als Taucha zwei Minuten vor dem Ende mit 28:27 vorne lag, drohte das Spiel zu kippen. Doch wir behielten die Nerven, markierten den Ausgleich und verteidigten im Anschluss leidenschaftlich.
Nach einer hektischen Schlussminute mit Auszeiten auf beiden Seiten blieb uns der letzte Angriff vorbehalten. Mit der buchstäblich letzten Sekunde landete der Ball zum 28:29-Endstand im Netz und ließ die gesamte Bank völlig ausrasten.
Ein hart erkämpfter Sieg der Moral, der zeigt: Wir glauben als Team bis zur letzten Sekunde an uns!
Für den SV Lok Leipzig-Mitte spielten:
K. Wricke (TW), A. Zinke (TW), V. Schördling (2), E. Bebersdorf (1/1), M. Knappe (6), J. Sulzbacher (4), R. Strey (1), N. Naumann, F. Oschatz, L. Darefjeld (3), L. Vogt, V. Staiger, C. Munzert (4), S. Breite (5), L. Scharner (3)
Offizielle:
S. Dude, P. Wuttke